Ein perfekter Tag ohne irgendwelche Umleitungen
Rückfahrt nach Anna Paulowna
Um kurz nach sechs kommen wir wieder am Bahnhof an. Mist, um 18:09 Uhr wäre der Zug nach Anna Paulowna gegangen, auf Gleis 7a.
- GVB-Straßenbahn in Amsterdam
- Bahnhof von der Gracht aus
Trotzdem gehen wir zum Haupteingang. In einer halben Stunde fährt ja wieder einer. Die gläsernen Schiebetüren öffnen sich. Gleich geradeaus geht’s zur Ijpassage. „Platform 7a?“, frage ich einen der Uniformierten, der wie ein Eisenbahner aussieht. „Hier Ijhaven; voor de perrons moet u door de Westtunnel gaan.“ Ich versteh gar nichts, sein Zeigefinger nach links hilft mir aber enorm weiter. Langsam wird’s knapp. Wir müssen ja auch noch die Tickets suchen. „Ich hab‘ meine!“ „Ich auch!“
Jetzt nur noch durch die OV-poorten. Die Scanner piepen, die Plexiglas-Flügel öffnen sich, und wir sind durch. Jetzt noch einmal rechts die Treppen hoch, dann sind wir da. Der IC 3066 nach Den Helder steht da und die Türen sind noch auf. Also die nächstmögliche Tür rein und rauf ins Oberdeck.
- Rauf ins Oberdeck
- Tschüs, Amsterdam!
Wie sitzen noch nicht mal, dann ein Pfiff (die altmodische Trillerpfeife gibt’s immer noch) dann schließen sich die Türen und der Zug fährt los. – Heute läuft uns – ganz im Gegensatz zu gestern in Harderwijk – der Rotz wirklich bergauf. Susanne meint nur trocken: „So muaß des sei!“ Aber, man soll den Tag ja bekanntlich nicht vor dem Abend loben, trotzdem, heute hat einfach alles gepasst. Am Vormittag Hoenderdaell, am Nachmittag Amsterdam – abwechslungsreich, spannend und voller schöner Eindrücke. Solche Tage gibt es nicht so oft. Dass wir glücklich sind, muss dann natürlich festgehalten werden, auch wenn wir dafür im Zug auf der Rückfahrt ein wenig improvisieren müssen.
- Erschöpft, aber glücklich
- Improvisiertes Foto-Stativ
Finn will jetzt plötzlich auch. Natürlich bekommt auch er seine ganz persönliche Fotosession.
- Auch (Plüsch-)Delfine dürfen mitfahren.
- Der immer grinsende Delfin
Nach uns geht nun die Post auf die Reise
Pünktlich um 19:15 Uhr kommt der Zug in Anna Paulowna an. Von so viel Pünktlichkeit könnte sich die Deutsche Bahn ruhig eine Scheibe abschneiden. Oft heißt es dann aber, dass man das deutsche Streckennetz nicht mit dem in Holland vergleichen kann, das deutsche sei viel größer und wegen der vielen Anschlusszüge sei alles viel, viel komplizierter. Das mag ja stimmen, aber mir als Fahrgast ist das ziemlich egal. Ich möchte einfach nur, dass ein Zug pünktlich ankommt. Wenn das nicht geht, muss man einfach realistischere Fahrpläne mit mehr Pufferzeit machen, die dann aber auch eingehalten werden können.
In Anna Paulowna ist der Ausstieg in Fahrtrichtung links. Bahnhofsgebäude und die Parkplätze liegen auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise, also in Fahrtrichtung rechts Um dorthin zu kommen, gibt es hier etwas, das ich so noch nie gesehen habe: Man muss zuerst bis ganz zum südlichen Ende des Bahnsteigs laufen. Dort befindet sich ein mit Lichtsignalen und Schranken gesicherter Übergang, der ausschließlich für die Leute vorgesehen ist, die eben mit dem Zug von Amsterdam kamen oder von Anna Paulowna aus Richtung Den Helder fahren wollen.
- Gegenzug
- Schranken-Überweg
Kurz nachdem wir den Übergang passiert haben, schließen sich die Schranken, da auf dem parkplatzseitigen Gleis bereits der Gegenzug in Richtung Amsterdam einfährt. Es sind nicht viele ausgestiegen um diese Zeit. An den Fahrradstellplätzen vorbei laufen wir Richtung Auto. Unterwegs gibt es an der Ecke Stationsweg / Spoorsingel dann noch einen Briefkasten. Dort werfen wir unsere Karten beim – hoffentlich richtigen Schlitz – „overige postcodes“ ein.
- Jede Menge Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
- Unsere Urlaubspost geht auf die Reise.
In dem kleinen Park am Bahnhof Anna Paulowna entdeckten wir im Wasser eines Springbrunnens eine ungewöhnliche Skulptur aus geflochtenem Material. Man kann jedoch nicht erkennen, was das sein soll, und gerade das regt die Fantasie an. Aus einiger Entfernung sieht es für mich aus wie ein Reh oder ein anderes Tier der Polderlandschaft. Vielleicht ist es aber auch eine Reuse.
- „Katzabärle“ wartet schon auf uns.
- Springbrunnen beim Bahnhof
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